5 Fakten zur menschlichen Muskulatur: Ein Überblick über das Muskelsystem und wie Muskeln sich bewegen

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Menschlicher Bewegungsapparat

Die Bauchmuskeln sind wichtig für Bewegungen der Rippen und der Wirbelsäule.

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Ganz einfach ausgedrückt - Muskeln ermöglichen uns die Bewegung. Die Bewegung der glatten Muskulatur und des Herzmuskels ermöglicht Körperfunktionen wie Herzschlag und Verdauung. Die Bewegung dieser Muskeln wird vom autonomen Nervensystem gesteuert, jenem Teil des Nervensystems das der Organsteuerung dient. Skelettmuskeln bewegen unseren Körper im dreidimensionalen Raum. Sie erhalten direkte Befehle von den speziellen Nerven, die jeden Muskel innervieren. Möchten Sie mehr über die Muskeln im menschlichen Körper lernen? Hier sind weitere fünf Fakten, die zu wissen sich lohnt.

1. Die mehr als 600 Skelettmuskeln entsprechen etwa der Hälfte unseres Körpergewichts

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Die Muskeln, die unser Skelett bewegen, haben unterschiedlichste Form und Größe und finden sich überall in unserem Körper. Es gibt allein mehr als 600 Skelettmuskeln, die etwa 40 % unserer Körpermasse entsprechen. Blutgefäße und Nerven versorgen jeden Muskel und steuern so dessen jeweilige Funktion.

2. Skelettmuskeln sind an Knochen angeheftet

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Skelettmuskeln sind am Skelett angeheftet, entweder an Knochen oder Bindegewebe wie Bändern. Jeder Muskel ist an mindestens zwei Stellen angeheftet. Wenn sich Muskeln kontrahieren, ziehen sie die Anheftungsstellen näher zueinander; bei Erschlaffung entfernen sich die Anheftungsstellen wieder.

3. Damit sich der Körper bewegt, üben die Muskeln Zug auf Knochen aus

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Knochen bewegen sich durch Kontraktion und Relaxation der Muskulatur. Das Ellenbogengelenk wird gebeugt, wenn die Muskeln auf Elle und Speiche des Unterarms Zug ausüben. Muskeln kontrahieren sich, wenn Signale des Nervensystems zu den Muskeln gelangen und dort chemische Reaktionen auslösen. Diese Reaktionen bewirken eine Neuanordnung der Binnenstruktur der Muskelfaserzellen, wodurch sich der Muskel verkürzt. Die Muskelfasern erschlaffen, sobald das vom Nervensystem übermittelte Signal nicht länger anliegt, wodurch die Muskelverkürzung rückgängig gemacht wird.

4. Die Wände vieler Organe sind aus Muskeln aufgebaut

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Nicht alles Muskelgewebe ist Skelettmuskulatur. In den Wänden vieler Organe findet sich glatte Muskulatur, die es den Organen ermöglicht Körperfunktionen wahrzunehmen. Der Verdauungstrakt (Speiseröhre, Magen und Darm) besitzt Muskulatur, deren Kontraktion und Relaxation die Nährstoffe durch den Verdauungsvorgang transportiert. Auch die Harnblase weist Muskulatur auf, deren Kontraktion und Relaxation den Harn sammelt bzw. ausscheidet. Der Herzschlag ist das Ergebnis der Kontraktion und Relaxation des Muskelgewebes in der Herzwand. Die glatte Muskulatur in der Arterienwand unterstützt den Blutfluss durch den Körper.

5. Skelettmuskeln bewegen sich durch somatische Motorsignale

Somatische Wege der MuskelinnervationWie sich Skelettmuskulatur bewegt. Somatische Signale gelangen von der Hirnrinde zu den Nerven des jeweiligen Skelettmuskels. Die meisten Signale laufen entlang Spinalnerven, die mit Nerven verbunden sind, welche die Skelettmuskulatur im gesamten Körper versorgen. Soll das Ellenbogengelenk gebeugt werden? Die Hirnrinde sendet über den entsprechenden Spinalnerv ein Signal an jene Nerven, die die Muskulatur des Ellenbogengelenks versorgen. Sobald das Signal das Muskelgewebe erreicht, organisieren sich dessen Zelle um, was durch Muskelkontraktion die Beugung im Ellenbogengelenk bewirkt.

Externe Hilfe

Eine Beschreibung des Muskelsystems  aus dem Anatomielehrbuch Gray's Anatomy of the Human Body, Ausgabe 1918.

Studie: Muscle Strength Is in the Mind [Muskelkraft ist eine Frage des Geistes], The Atlantic aus Journal of Neurophysiology.

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