Zustrom der Nährstoffe, Abstrom der Stoffwechselendprodukte: Nährstoffaufnahme und Ausscheidung der Stoffwechselprodukte

Nachdem die aufgenommene Nahrung zerkaut und geschluckt worden ist, gelangt sie durch die Speiseröhre in den Magen, wo sie zu dem als Chymus bezeichneten Nahrungsbrei aufgebrochen wird. Vom Magen gelangt der Chymus in den Zwölffingerdarm. Dort vermengt er sich mit der Gallenflüssigkeit und den Bauchspeicheldrüsensäften, die die Nährstoffe weiter aufschlüsseln. Aus der Innenwand des Dünndarms ragen fingerähnliche Zotten hervor, die sog. Villi (Plicae villosae), die den Großteil der Nährstoffe resorbieren. Der verbleibende Chymus mit dem restlichen Wasser gelangen in den Dickdarm, der die Resorption abschließt und die unverdaulichen Stoffwechselprodukte ausscheidet.

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Dickdarm

Der Dickdarm komprimiert flüssige Ausscheidungen zu festen Ausscheidungen.

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1. Die Resorption der Nährstoffe erfolgt über die Zotten, mit denen die Dünndarmwand ausgekleidet ist.

Vergrößerung der Dünndarmzotten

Die Dünndarmwand ist von Zotten überzogen, über die die Nährstoffe in die Kapillaren des Kreislaufsystems und die Lymphkapillaren resorbiert werden. Die Dünndarmzotten weisen nicht nur ein Kapillarbett auf sondern auch Lymphgefäße, die sog. Lymphkapillaren. Die aus dem aufgeschlüsselten Chymus resorbierten Fette werden in den Lymphkapillaren transportiert. Andere resorbierte Nährstoffe treten über das Kapillarbett in den Blutstrom ein und gelangen über die Lebervene (V. hepatica) direkt in die Leber, wo sie aufbereitet werden.

2. Der Dickdarm schließt die Resorption ab und scheidet die unverdaulichen Nahrungsreste aus

Nährstoff- und Wasserpassage durch den Dickdarm

Der Chymus verlässt den Dünndarm durch die Ileozökalklappe und gelangt in den Blinddarmabschnitt (Zökum) des Dickdarmes. Während die Peristaltikwellen den Chymus in den aufsteigenden Dickdarm und Querdarm vortreiben, werden die verbleibenden Nährstoffe und etwas Wasser resorbiert. Zusammen mit den Peristaltikwellen verdichtet dieser auch als Dehydratation bezeichnete Entzug von Wasser den Nahrungsbrei. Der nun feste unverdauliche Nahrungsrest wird als Kot, Stuhl oder Faeces bezeichnet. Er wird durch den absteigenden Dickdarm und das Sigma weitertransportiert. Der Kot wird im Mastdarmabschnitt des Dickdarmes bis zur Ausscheidung zwischengespeichert.

3. Durch den Stuhlgang werden die unverdaulichen Endprodukte des Stoffwechsels aus dem Körper ausgeschieden

Ausscheidung der Abfallprodukte des Stoffwechsels aus dem menschlichen Körper

Der Körper scheidet die festen Abfallprodukte der Verdauung über den Mastdarm und After aus. Bei diesem als Stuhlgang bezeichneten Vorgang zieht sich die Muskulatur des Mastdarmes zusammen, der innere Schließmuskel entspannt sich, und es kommt zu einer initialen Kontraktion der quergestreiften Skelettmuskulatur des äußeren Schließmuskels. Der Stuhlreflex verläuft im Wesentlichen unwillkürlich und wird durch das autonome Nervensystem gesteuert. Allerdings spielt das somatische Nervensystem beim Timing des Stuhlgangs ebenfalls eine Rolle.

Externe Hilfe

Studie: Immunsystem unterstützt Gesundheit des Verdauungssystems aus Science Daily.

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